Humanistische Psychologie und Pädagogik

Immer deutlicher wurde mir, dass es um eine grundsätzliches Halrung, um ein grundsätzliches Verständnis vom Menschen (von sich selbst, von anderen und damit der Welt insgesamt gegenüber) geht. Während meine Studiums verbrachte ich ein Semester in Hamburg und war Reinhard Tausch begegnet und. Bei ihm wollte ich arbeiten und mich promovieren lassen. Daraus ist zwar nichts geworden, aber seine Ideen blieben mir immer gegenwärtig. In meinen Veranstaltungen habe ich immer auch diese Sichtweise neben Behaviorismus und Psychoanalyse betont und auch Selbsterfahrungsgruppen – teilweise mit Dieter Müller zusammen – angeboten. Zum Aufbau eines Studienprogramms kam es, weil ich miterlebte, wie studierende an Wochenend-Veranstaltungen teilnahmen und ziemlich aufgewühlt zurückblieben. Es schien mir unverantwortlich, tiefgehende Einzelerfahrungen anzubieten statt länger währende Angebote zu machen, damit sich Entwicklungsprozesse ergeben können. Gleichzeitig erlebte ich, wie Institute im Bereich der Humanistischen Psychologie und -therapie sehr teure Angebote machen und (wahrscheinlich aus fiskalischen Gründen), die Ausbildung auch Personen anboten, die offensichtlich nicht geeignet waren. Ich entschloss mich, das anders zu regeln derart, dass Diplom- aber auch Lehramtsstudierende die Möglichkeit bekommen sollten, ihre Persönlichkeit zu entfalten und zu reflektieren, damit sie ihr jeweiliges Gegenüber nicht in ihre unbewusst wirkenden Muster einsortieren sondern mit ihrer Persönlichkeit in Kontakt kommen konnten. Ich warb professionell arbeitende Personen und Institute an, die über 3 Semester ihre Richtung ( Bioenergetik, Gesprächsführung, Gestaltarbeit, Mediation, Personzentrierte Kunsttherapie, Personzentrierte Spieltherapie, Psychodrama, TA, TZI) für Studierende anboten. Voraussetzung für die Teilnahme war ein Basisseminar zur Humanistischen Psychologie und Pädagogik, das ich selbst anbot. Danach konnten sie sich auf der Basis der nun vorhandenen Kenntnisse von den Richtungen für eine von ihnen entscheiden und über drei Semester verfolgen. Damit hatte man eine Basisausbildung, die zertifiziert wurde. Wer dann in den Instituten bis zum Abschluss der gesamten Ausbildung weitermachen wollte, dem wurden die bisherigen 3 Seminare an der PH anerkannt, was die Ausbildung insgesamt wesentlich günstiger machte. Entscheidend für mich war die Möglichkeit der mit diesem Programm erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Persönlichkeitsentwicklung und die verbesserte Passung von Ausbildungsanwärtern und Richtung, die sich durch die breite Wahlmöglichkeit ergab. Da es zu dieser Zeit viele Gelder für Lehraufträge gab, konnte ich das Programm relativ rasch etablieren.
‚Hier der Hinweis auf das letzte Programmheft der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung der Albert-Ludwigs-Universität und Pädagogischen Hochschule Freiburg, die zwischenzeitlich das Programm übernommen hatte und professionell organisierte:

Veröffentlichung u.a.:

2005: HPP Humanistische Psychologie und Pädagogik. Ein mehrstufiges Weiterbildungsprogramm. (30 S.)

Zahlreiche Vorträge, Weiterbildungen und interne Papiere. Das Programm hat meine Pensionierung nur zu einem Teil an der PH bzw. an der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung von Uni und PH überlebt. Die Akademie wurde letztlich von der Universität abgewickelt, offensichtlich war das Programm in ihrem Verständnis nicht wissenschaftlich genug.