Lange war bekannt, dass das nationalsozialistische Gespenst das Jahr 1945 überlebt hat und mindestens 20% der Bevölkerung weiterhin gerne einen Führer und ein großes siegreiches NS-Reich haben würden. Wie aber tickt die Jugend? Um das herauszufinden entwickelte ich in Zusammenarbeit mit der PH-Forschungsstelle den Regeln einer Fragebogen-konstruktion gemäß nach meiner Rückkehr aus den USA 1985 ein Messinstrument, um die Einstellung der Jugendlichen zu erfassen. Es ging um die Verbreitung rechter „Denkmuster“ unter den Jugendlichen, deren Form und deren Verbreitung. Orientiert habe ich mich an Heitmeyer orientiert, der beim Rechtsextremismus die Ungleichheit der Menschen und die Gewaltperspektive als zentral ansah und damals schon (1987) von einem gesellschaftlichen „Gegenentwurf“ sprach (Rechtsextremistische Orientierungen bei Jugendlichen Weinheim/München, Juventa Verlag 1987). Später sprach er zusammenfassend von der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“. Die Ergebnisse meiner Untersuchungen habe ich veröffentlicht in:
Veröffentlichung u.a.:
1995: Rechtsextremismus – rechte Orientierung – Handlungsorientierung. In: Werner Nikolai/Norbert Scheiwe (Hg.): Auschwitz – für die Zukunft lernen. Eine Projektdokumentation. Bielefeld: Karin Böllert KT-Verlag: S. 63 – 82.
Zahlreiche Vorträge und Fortbildungen (auch bei Bundeswehr und Polizei).
