Zivilgesellschaftliches Engagement

Was sind all unsere Bemühungen wert, wenn es nicht zur Umsetzung kommt. Allerdings lässt sich das Entwickeln von gesellschaftlichen Utopien und der Versuch sie umzusetzen nicht wirklich trennen.

Genau besehen gingen fast alle meine Tätigkeiten über die normale Beschäftigung eines Hochschullehrers weit hinaus. Bereits in Gießen habe ich mich sozial engagiert. Die Mitarbeit im Spiel-Gut-Arbeitsausschuss war ehrenamtlich, die Organisation der Friedenskongresse ebenso wie die Weiterbildungsseminare für Schulen. Polizei, Bundeswehr und die zahlreichen Vorträge für Eltern und ErzieherInnen.

Schon bei unserm „Gastarbeiter-Projekt“ ab 1974 war die entscheidende Frage, wie können wir unsere Erkenntnisse nicht nur Studierenden vermitteln, sondern in soziale und individuelle Wirklichkeit umsetzen. Immer schon war es eine Einheit: Forschung – Lehre – Engagement.

In Kooperation mit dem Treffpunkt Freiburg e.V. habe ich mit verschiedensten Initiativen und vor allem mit der Gruppe „Bildung im Wandel“ Konzepte entwickelt, wie Schulen und Initiativen kooperieren können, Tagungen und Weiterbildungen mit Ausstellungen der Initiativen (mit)organisiert.

Besonders herausfordernd war dann die Ankunft Geflüchteten aus den vielen Kriegen und speziell der geflüchteten Syrer – und natürlich habe ich mich engagiert in den verschiedensten Arbeitskreisen (Fahrradwerkstatt, Betreuung der Flüchtlingsbegleiter, Tagung zum Thema Traumatisierung zusammen mit dem Amt für Migration und Integration der Stadt Freiburg 2018 und schließlich im neu gegründeten Verein „Corporation and Progress of Africans and All (CaPoA Freiburg e.V.), in dem ich seit 2022 ebenfalls Ehrenvorsitzender bin.

Veröffentlichungen u.a.

mehrere interne Papiere und Konzepte zur „Willkommenskultur“, zum Ankommen der Geflüchteten aus Syrien, Afghanistan, der Ukraine, aus Afrika etc. und zur Kooperatin von Schule und zivilgesellschaftlichen Initiativen („Bildung im Wandel“)

2018: Volonteers change the Lives of Refugees and the Entire Society. In: Helmut Kury & Slavomir Redo (Eds.): Refugees and Migrants in Law and Policy. Challenges and Opportunities for Global Civic Education. Cham (CH): Springer, Pp. 771 – 801. (Erweiterte deutsche Fassung auf meiner Homepage: www.wolfgang-roth.org).

ab 2021 mehrere Projektanträge und -bescheibungen für CaPoA,

2022: Bürgerschaftliches Engagement in Freiburg. Herausforderungen und Vorschläge zu ihrer Bewältigung – auf der Basis einer Befragung, die ich mit dem Treffpunkt Freiburg in den Jahren zuvor durchgeführt hatte. Mit einem Vorwort von Gerald Hüther. (82 S.)

2022: Franz-Albert Heimer & Wolfgang Roth: Was brauchen die Ehrenamtlichen? Umfrage zum Unterstützungsbedarf des Bürgerschaftlichen Engagements in Freibug (Treffpunkt Freiburg) :

2026: „Projektgestaltung im Bürgerschaftlichen Engagement“ (ProBE) wieder aktuell ein 2013 entwickeltes Konzept zur Anwerbung von zivilgesellschaftlich Engagierten und ihre Vorbereitung zur Mitarbeit in Projekten, Initiativen, Vereinen durch ein dreisemestriges Zertifikatsstudium an der PH (gemeinsam mit Nils Adolph und dem Geschäftsführer des Seniorenstudiums an der PH entwickelt, aktuelle Umsetzung durch Nils Adolph).